Le Lotte nella Radio di Weimar – Kap.3 Sylvias Hauptrolle 19

Ziemlich aufgekratzt kam er zur Tür herein und setzte sich neben ihn auf einen Hocker am Tresen der kleinen Bar. Er war Architekt, das wusste Tom noch. Wie es ihm ginge?

„Gerade umgezogen, Eigentumswohnung“, –

„Gratuliere! Wie kommt ’s?“, –

„Mit einer jungen Portugiesin, einer kleinen Zarten“ –

„so, so“ –

„seit fast drei Jahren, ein Töchterchen“, –

„ach“,

„ein Jahr alt.“

Sie bestellten jeder einen Pastis.

Pat platzte herein. „Wusst’ ich ’s doch. Hier, also!“

Tom deutete an, sich zwei Tische weiter zu setzen. „Ihr entschuldigt! Nur einen kurzen Blick in die Zeitung.“

„Kommt überhaupt nicht in Frage!“ Beide protestierten.

Das Thema wurde gewechselt. Neue Aufträge, die er im Design-Innenarchitektur-Sektor akquiriert hätte. Dazwischen immer wieder Nonverbales, jeweils gefolgt von spitzem Gekichere. Sie sagte „noch einmal“, –

„nein“, er grinste, –

„noch einmal“, sie rüttelte an seinem Knie,

„bitte!“, –

„na gut.“

Tom stand schon wieder, um den Tisch zu wechseln. Der Bekannte hielt ihn am Arm, „Entschuldige bitte, die spinnt nur ‘n bisschen!“

Den Innenausbau eines Buchladens hätte er sich vorgenommen, würde gut bezahlt werden. Der Barmann kam, Pat orderte ein Bier und an ihn gewandt „in der Sanierungsbaustelle in der Dachwohnung!“,

er erwiderte „nein“, –

„doch“, –

„und wenn sie ’s hört! Das ist doch direkt oben drüber.“

„Das ist’s doch! So wie heute.“, Pat lachte unbändig.

„Oh nein!“ Tom guckte auf die Uhr seines Mobiltelefons, zahlte, „Ich muss unbedingt weiter – leider. Ciao!“

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